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Programmlinie ECSEL (Electronic Components and Systems for European Leadership)

Ziele und Inhalte

Die Elektronik-Industrie steht seit einigen Jahren im Zentrum industriepolitischer Diskussionen in Europa. Die europäische Industrie steht unter einem massiv gesteigerten Konkurrenzdruck aus dem asiatischen und US-amerikanischen Wirtschaftsraum, wo aufgrund großer staatlicher Investitionen Auslagerungen von europäischen Produktionskapazitäten und damit der Verlust an Weltmarktanteilen drohen könnten.

Die Konvergenz von hardwareorientierten Industrien (Mikro-und Nanoelektronik, Ausrüsterindustrien, Bauelementeindustrien), avancierter Softwareindustrien (Design, Software und Services) und domainspezifischen Systemintegratoren übt weiteren Anpassungsdruck auf Anbieter in Europa aus.

Die Mitteilungen der Europäischen Kommission zur europäischen Elektronikindustrie, zur Reindustrialisierung Europas sowie zur Rolle der KETs für die Wettbewerbsfähigkeit der Hightech-Industrien stellen zentrale politische Antworten auf diese Herausforderungen dar.

Das erklärte Ziel der europäischen Strategie für mikro-und nanoelektronische Komponenten und Systeme ist es, eine Trendumkehr in den rückläufigen Produktionskapazitäten Europas zu erwirken, den Ausbau der technologischen Führerschaft in komplexen hochintegrierten Systemen zu sichern und eine Verdopplung des europäischen Weltmarktanteils an der Wafer-Produktion zu erreichen.

Public-Private-Partnership in der Forschungsfinanzierung

Um dieses Ziel zu erreichen, haben die EU und ihre Mitgliedsstaaten in den vergangenen Jahren durch die Einrichtung der beiden Gemeinsamen Technologieinitiativen ARTEMIS und ENIAC im Jahr 2008, deren Bündelung und Aufwertung in ECSEL im Jahr 2014 die Forschungs-und Innovationsförderung auf ein höheres Förderungsniveau gehoben.

Die Europäische Kommisson finanziert gemeinsam mit den Mitgliedstaaten industrienahe Projekte, um die europäische Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Im IKT-Bereich wurden bis 2013 im Rahmen der Gemeinsamen Unternehmen ARTEMIS (für Embedded Systems) und ENIAC (für Nanoelektronik) je über 1,5 Milliarden Euro für transnationale IKT-F&E zusätzlich bereitgestellt.

Ab 2014 beteiligt sich Österreich am Gemeinsamen Unternehmen ECSEL (Electronic Components and Systems for European Leadership). Entsprechend dem europäischen Forschungsrahmenprogramm Horizon 2020 wird die Laufzeit 2014-2024 betragen, wobei Ausschreibungen im Zeitraum von 2014-2020 vorgesehen sind.

Das BMVIT stellt pro Jahr ca. 10 Millionen Euro für österreichische Partner bereit. Die transnationalen F&E-Projekte werden von der Europäischen Kommission kofinanziert.
Die Ausschreibungen erfolgen im Wettbewerbsverfahren. Die Projektkonsortien müssen aus mindestens 3 Partnern aus 3 Mitgliedsstaaten bestehen, die die jeweiligen nationalen Förderrichtlinien erfüllen.

Für Österreich übernimmt die Forschungsförderungsgesellschaft FFG die Abwicklung.

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