COMPASS - Cooperative Design Spaces for Next Generation Internet-of-Things Solutions

In COMPASS wurde ein Leitkompass für den riesigen Möglichkeitsraum, den das IoT eröffnet, entwickelt, um die Entwicklung innovativer Anwendungen sicherzustellen, die wertvoll, bedeutungsvoll, befähigend und vertrauenswürdig sind, ihren Nutzen zu maximieren und verantwortungsvolle Innovation widerzuspiegeln.

Kurzbeschreibung

Das Internet der Dinge (IoT) wird von technologischem Opportunismus angetrieben, der sich durch allgegenwärtige Konnektivität auszeichnet und die Schaffung sinnvoller Technologie für den Menschen zu einer großen Herausforderung macht. Während einige Anwendungen erfolgreich einen Mehrwert für Menschen, Unternehmen und Gesellschaft schaffen, erinnern andere daran, dass nicht alles, was möglich ist, auch realisiert werden sollte.

Ausgehend von einer Analyse der sozio-technischen Verhandlungsräumen („Negotiation Spaces") wurden businessorientierten Ansätze zur menschenzentrierten, verantwortungs-vollen Technikinnovation und -gestaltung untersucht.

Um den aktuellen Status Quo zu erheben, wurden sechs Stakeholderinterviews durchgeführt und ausgewertet. Dabei wurden Stakeholder aus Industrie (Großunternehmen sowie KMUs), sowie Vertreter der öffentlichen Hand interviewt. Daraus entstand eine empirische Studie zur wertorientierten Technologieentwicklung im IoT-Bereich, die den Einfluss und das Verständnis gesellschaftlicher, politischer und technologischer Werte zwischen Gesellschaft und Technologie berücksichtigt.

Des Weiteren konnte ein Schwerpunkt im Bereich der Universitätslehre gesetzt werden, indem digitalhumanistische und technik-sozial-gestalterische Aspekte in den Ausschreibungen von Bakkalaureats- und Masterarbeiten sowie Lehrveranstaltungen des Informatik-Curriculums umgesetzt wurden.

Des Weiteren wurde an partizipativen Formaten gearbeitet, die aufzeigen sollen, wie Verhandlungsräume in der Entwicklung von IoT Lösungen geschaffen werden können.

Beispielhaft wurden zwei dieser Formate ausgearbeitet und umgesetzt. Einerseits wurde gemeinsam mit einem Start-Up eine "Technical Probe" entwickelt, die es erlaubt, sich kritisch mit einem potenziellen Innovationsfeld auseinander zu setzen. Das erarbeitete Konzept zeigt auf, wie Firmen in bestimmte Zielkontexte hinein ihre Innovation unter Berücksichtigung von gesellschaftlichen Fragestellungen und unter Einbindung von potenziellen Nutzer:innen vorantreiben können.

Darüber hinaus wurde der Versuch unternommen politische Entscheidungsträger:innen anzusprechen und allgemeine sowie spezifische politische Empfehlungen zur Regulierung im Bereich des IoT abzugeben.

Ein wesentlicher Aspekt des Projekts war die Unterstützung des öffentlichen Diskurses zu verantwortungsvoller Technologieentwicklung. Dies erfolgte durch die Organisation von bzw. Teilnahme an unterschiedlichen Events. Dadurch konnte der Austausch der im Projekt diskutierten Themen mit einer breiteren Öffentlichkeit sichergestellt werden.

Projektbeteiligte

Konsortialführung

AIT - Austrian Institute of Technology, Center for Digital Safety & Security

Weitere Konsortialpartner:innen

  • Universität Wien, Cooperative Systems Group
  • TU Wien, Human Computer Interaction Group
  • Research Institute
  • OCG Österreichische Computer Gesellschaft

Kontaktadresse

AIT - Austrian Institute of Technology
Center for Digital Safety & Security
Dr. Mario Drobics
Giefinggasse 4
1210 Wien