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Drink Smart - Flüssigkeitsmangel intelligent ausgleichen

Das Projekt Drink Smart entwickelt ein intelligentes Trinksystem zur Prävention von Dehydratation. Drink Smart ermöglicht es Älteren, weiterhin im eigenen Umfeld zu leben, und unterstützt Pflegekräfte.

Kurzbeschreibung

Die Sicherstellung einer ausreichenden Flüssigkeitsversorgung des Körpers ist eine große Herausforderung für ältere Menschen bzw. der versorgenden Angehörigen oder Pflegekräfte im mobilen pflegerischen Setting. Mit zunehmendem Alter nehmen einerseits der Wassergehalt des Körpers und andererseits das Durstgefühl deutlich ab. Dies macht ältere Menschen besonders anfällig für eine Dehydratation.

Dehydratation kann Verwirrtheitszustände, Apathie und einen lebensbedrohlichen Kreislaufkollaps mit Bewusstlosigkeit bzw. Nierenversagen zur Folge haben und eine akute Einweisung ins Krankenhaus erforderlich machen.

Ein intelligentes Trinksystem

Hauptziel des Projekts Drink Smart ist die Unterstützung der Autonomie älterer Menschen mit und ohne chronische Erkrankungen, damit ein Verbleib im eigenen Umfeld möglich ist. Dafür wird ein intelligentes Trinksystem entwickelt. Durch eine entsprechende Sensorik im Trinkgefäß wird der tägliche Flüssigkeitskonsum gemessen. Der Konsum kann durch ein Serious-Gaming-Konzept auf motivierende Art gesteuert werden. Die Anbindung an eine in der Pflege bereits verwendete EDV-gestützte Pflegedokumentation ermöglicht es, die erfassten Daten aufzuzeichnen und zu dokumentieren. Pflegekräfte werden dadurch zeitnah informiert und können im Akutfall unmittelbar reagieren.

Von der Datenerhebung zum NutzerInnenprofil

In der ersten Phase des Projekts wurden mittels sozialwissenschaftlicher Methoden unter Einbindung von 24 primären EndanwenderInnen elf leitfadengestützte Einzelinterviews, ein leitfadenorientiertes Fokusgruppeninterview mit sieben TeilnehmerInnen sowie sechs Cultural Probes durchgeführt.

Zusätzlich wurden mit denselben Erhebungsmethoden 42 sekundäre EndanwenderInnen mittels zehn leitfadengestützter Einzelinterviews mit Angehörigen, siebzehn Einzelinterviews mit Pflegepersonen und einer Fokusgruppe mit fünf Pflegepersonen und einer weiteren Fokusgruppe mit zehn Personen befragt. Aus dem sehr umfangreichen Datenmaterial wurde unter Zuhilfenahme von Verdichtungskonzepten das NutzerInnenprofil erstellt.

Bei der Validierung im Setting der Hauskrankenpflege werden die hergestellten Prototypen mit circa zwanzig AnwenderInnen evaluiert. Die Entwicklung des Produkts folgt dem User-Centred-Design-Ansatz, kombiniert mit gängigen Methoden der Produktentwicklung. Als zentrales Ergebnis liegt am Ende des Projekts ein marktnaher Prototyp (Hardware und Server-/Applikationssoftware) für ein intelligentes Trinksystem vor.

Projektbeteiligte

Konsortialführer

FH Campus Wien

Weitere Konsortialpartner

  • akquinet ristec GmbH
  • MIK-OG
  • Schorm Gesellschaft m. b. H.

Kontaktadresse

Projektkoordinatorin

Dr.in Elisabeth Haslinger-Baumann
E-Mail: elisabeth.haslinger-baumann@fh-campuswien.ac.at

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