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PROSAM - Schaden verhindern, bevor er entsteht

Vorausschauende Instandhaltung bei Produktionsanlagen reduziert Kosten und erhöht die Verfügbarkeit. Ein intelligentes Prognosesystem liefert dazu eine innovative Lösung und kombiniert Expertenwissen mit Störungsdaten.

Kurzbeschreibung

Der Nutzen vorausschauender Instandhaltungsstrategien in Produktionsanlagen ist vielfältig:

  • Erhöhung der Anlagenverfügbarkeit, da durch Fehlerfrüherkennung Schäden vorzeitig erkannt und somit Stillstände reduziert werden können.
  • Reduzierung von Material- und Energiekosten, da Instandhaltungen nicht mehr aufgrund vordefinierter Pläne, sondern bedarfsgerecht durchgeführt werden.
  • Bessere Planbarkeit der Instandhaltungen durch Zustandsüberwachung.

Trotz dieses hohen Optimierungspotenzials und der immer besseren Verfügbarkeit von zustandsrelevanten Prozess- und Sensordaten sind antizipative Instandhaltungsstrategien in der industriellen Anwendung nur punktuell anzutreffen. Grund dafür sind die steigende Komplexität der Anlagen sowie die zunehmende Diversität der Komponenten. Diese stellt eine wesentliche Herausforderung bei der Entwicklung eines solchen strategischen Instandhaltungsmanagements dar.

Das Projekt PROSAM stellt sich dieser Herausforderung und entwickelt zu deren Lösung neuartige methodische als auch methodologische Grundlagen. Als Schlüssel wird dabei die Kombination von Expertenwissen und datenbasierten Störungsprognosemodellen gesehen, welche vom Konsortialführer SCCH maßgeblich entwickelt werden.

Dabei muss zusätzlich die optimale Integration dieser Modelle in

  • das Instandhaltungsmanagement,
  • die Datenintegration,
  • Datenaufbereitung,
  • Extraktion von Zustandsmerkmalen,
  • Modellbildung,
  • Wissensrepräsentation und
  • problemorientierte Systemanalyse 

berücksichtigt werden.

Als Experte im Bereich des Condition Monitoring steuert der Projektpartner Messfeld GmbH das notwendige Wissen bei, um von komponentenorientierten Monitoring-Ansätzen auf anlagenweite Strategien generalisieren zu können.

H&H Systems, der Hersteller eines Instandhaltungsmanagementtools, ist maßgeblich an der Entwicklung einer Methodik zur Integration von mit Unsicherheiten behafteten Prognosemodellen zu einem gesamten Instandhaltungsplan beteiligt. Dies stellt vor allem für die praktische Nutzbarkeit eine wesentliche Herausforderung dar, da hier eine Vielzahl von wirtschaftlichen und betriebsplanungsrelevanten Rahmenbedingungen berücksichtigt werden muss.

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