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senTOUR - Barrierefrei durch den Nationalpark

Das Projekt senTOUR bietet ein Tourismusangebot, abgestimmt auf die Bedürfnisse älterer Menschen. Über ein webbasiertes Informationsportal und eine mobile App wird der Nationalpark Gesäuse erkundet.

Kurzbeschreibung

SeniorInnen sind heute eine wesentliche Zielgruppe für die Sparten Tourismus und Erholungsnutzung. Ältere Personen, die mit altersbedingten Einschränkungen wie Seh-, Geh- oder Orientierungsschwäche konfrontiert sind, benötigen auf ihre Bedürfnisse und Interessen abgestimmte Dienste.

Ziel des Projekts senTOUR ist es, SeniorInnen touristische Vor-Ort-Informationen über ein seniorInnengerechtes webbasiertes Informationsportal für den Nationalpark Gesäuse prototypisch zur Verfügung zu stellen. Die Hauptkomponente ist eine interaktive Nationalparkkarte, die barrierefrei aufbereitet ist und über eine mobile App abgerufen werden kann.

Nationalparkkarte mit semantischer Sprachausgabe

Die für die Planung des Nationalparkbesuchs und die Orientierung vor Ort benötigten Informationen werden barrierefrei zugänglich gemacht. Dies wird erreicht, wenn die Informationsvermittlung über mindestens zwei Sinne gleichzeitig erfolgt. Einerseits wurde eine seniorInnengerechte Gestaltung der grafischen BenutzerInnenoberfläche und Karte umgesetzt (größere Schrift, Symbole etc.); andererseits wurde ein nonvisueller Zugang unterstützt. Die Inhalte des Informationsportals können mithilfe einer innovativen semantischen Sprachausgabe gehört werden („sprechende Nationalparkkarte“).

Navigation zu Hause und im Gelände

Die Kombination aus Webportal (Desktopversion) und App für Mobilgeräte erlaubt einen universellen Einsatz von senTOUR – von der Planung eines Ausflugs zu Hause bis hin zur Navigation direkt im Gelände. Während der Navigation haben die AnwenderInnen vielfältige Möglichkeiten, sich ihre Umgebung beschreiben zu lassen, und können auf seniorInnengerechte Funktionen zurückgreifen, etwa Auswahl der Tour nach zuvor eingegebenen Kriterien persönlicher Beeinträchtigung, Suche nach dem nächstgelegenen Rastplatz oder Hilferuf/Notruf.

Die EndanwenderInnen wurden nicht nur bei den Tests der Desktopversion direkt eingebunden (ca. zwanzig ProbandInnen), sondern auch vor Ort im Gelände (ca. fünfzehn ProbandInnen). So konnte das Projektteam die Einschränkungen potenzieller EndanwenderInnen genauer einschätzen und die App entsprechend anpassen.

Als Projektergebnis wurde eine Fülle an neuen Erkenntnissen über die seniorInnengerechte und barrierefreie Gestaltung von Landkarten gewonnen. Dabei kommt es einerseits auf leichte, schlüssige Bedienbarkeit an; andererseits muss auch die Informationsausgabe so aufbereitet sein, dass sie von Menschen mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen verstanden wird.

Projektbeteiligte

Konsortialführer

AccessibleMap Association

Weitere Konsortialpartner

  • CEIT Research Network
  • Naturpark Gesäuse GmbH
  • ÖAR
  • Positec Technologie Entwicklungs GmbH
  • Paris-Lodron-Universität Salzburg

Kontaktadresse

Projektkoordinator

DI Wolfgang Wasserburger
E-Mail: wolfgang@wasserburger.at

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